Massenschäden

Bei Massenschäden sind unzählige Personen vom gleichen Ereignis betroffen. Glücklicherweise kaum treten je Erdbeben oder Reaktorunglücke auf. In der Schweiz treten indessen nicht selten Unwetter auf. So sind etwa als Folgen von Überschwemmungen, Lawinen, Erdrutschen oder als Folge von Hagel oder Eisregen häufig viele Menschen aus derselben Region betroffen. Nicht auszuschliessen sind auch Brände, Explosionen oder Chemieunfälle, welche eine Unmenge von Personen betreffen. Ansprüche aus solchen Massenschäden sollen in Zukunft im Rahmen des Kollektiven Rechtsschutzes üche gemeinsam gegen den Schadensverursacher durchgesetzt werden können. Damit haben die Betroffenen grössere Macht, geteilte Kosten und Risiken in den Verfahren gegen mächtige Versicherungen oder Konzerne. 

Paradebeispiel waren die Klagen gegen VW, welche in Deutschland im Rahmen der sogenannten Musterfeststellungklagen erhoben wurden und welche zu Rahmenvereinbarungen zwischen den Konsumenten bzw. den Verbraucherverbänden und der Autoindustrie führten. In der Schweiz sind ähnliche Verbandsklagen abgewiesen worden und das Parlament tut sich aus Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen schwer, endlich Reglungen des kollektiven Rechtsschutzes einzuführen.

schadenanwaelte und der Verband «Versicherte Schweiz» engagieren sich für die Verwirklichung und gemeinsame Durchsetzung von Ansprüchen gegen die Industrie. Gerade bei schädigenden Medikamenten oder Impfstoffen, bei mangelhaften Medizinprodukten (Bsp. Hüftimplantate v. Johnson u. Johnson, Brustimplantate PIP, Rückenprothesen Cadisc-L), bei Asbestopfern ist ein geeintes Vorgehen effizient. Auch bei Schädigungen infolge von Luft- oder Gewässer- oder Umweltverschmutzungen, bei Lärmschädigungen, im Bereich von Strahlenschäden aufgrund der Telekommunikation oder bei Schädigungen durch Nanopartikel braucht es ein Instrument, um gemeinsam vor demselben Gericht Klage erheben zu können. Gleiches gilt auch im Bereich von Finanz- und Versicherungsprodukten.