«Wie ist ein Menschenleben wert?», fragt die NZZ in der Ausgabe vom 11.1.2026.

11. Januar 2026

Es ist kein Geheimnis, dass die Schweiz bei der Höhe der Genugtuung im Vergleich zu den europäischen Nachbarstaaten krass hinterherhinkt. Die Basisgenugtuung für Angehörige verstorbener Kinder beträgt Fr. 30’000. In Italien sind die Summen fünf- bis zehnmal höher, so Martin Hablützel in der NZZ vom 11.1.2026. Unter Berücksichtigung der Kaufkraft sei der Unterschied sogar noch markanter.

Der Rechtswissenschaftler Leander D. Loacker gibt zu bedenken, dass die Genugtuungsbeträge in der Schweiz «häufig eklatant hinter dem zurückbleiben, was nach überwiegender Rechtsanschauung tatsächlich geboten wäre.» Und weiter: «Wenn die Ausgleichssumme krass zu tief ausfällt, kann dies als weiteres Unrecht erfahren werden. Wiedergutmachung sollte nicht als Hohn empfunden werden.»

Martin Hablützel schlägt in seinem Buch «Schmerzensgeld, ein Handbuch für die Praxis» die Anpassung der Genugtuungsbeträge vor und zeigt einen Weg auf, wie die Summen vernünftig an die geänderten Verhältnisse angepasst werden können. Das Buch kann kostenlos auf unserer Website als pdf heruntergeladen werden.

Den ganzen Artikel der NZZ können Sie hier lesen.

RA Martin Hablützel