Sind Fr. 1000 Busse genug für ein Menschenleben? Martin Hablützel im Tagi vom 30.1.2026

30. Januar 2026

Der Tagi berichtete am 30.1.2026 über einen tragischen Verkehrsunfall. Eine 83-Jährige verlor dabei ihr Leben, als sie den Fussgängerstreifen überqueren wollte. Dabei übersah ein fehlbarer Autolenker die Fussgängerin, weil er im Zeitpunkt des Unfalls eine SMS schrieb. Zwar bestätigte das Bezirksgericht Horgen die Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung, bestrafte den Täter allerdings nur mit einer bedingten Geldstrafe und einer Busse von Fr. 1’000. Der Tagi fragt zu Recht, ob Fr. 1’000 Busse für ein Menschenleben gerecht sind. Martin Hablützel dazu: «Für die Angehörigen eines Opfers ist das ein zweiter Schlag in das Gesicht.» Es handle sich nicht um ein Kavaliersdelikt, eine so milde Strafe verfehle letztlich auch den präventiven Charakter.


RA Martin Hablützel